Du bist toll – fang an, danach zu leben: 8 Tipps für ein gutes Leben

Du bist toll – einfach weil du, du bist
Wenn es dir heute noch keiner gesagt hat: Du bist toll! Und vielleicht ist genau das ein Satz, den wir alle viel öfter hören sollten. Nicht nur dann, wenn wir etwas Besonderes geleistet haben, wenn wir erfolgreich sind, gut aussehen oder gerade eine schwierige Situation besonders souverän gemeistert haben. Du bist toll, weil in dir vieles steckt, was wertvoll ist: deine Fähigkeiten, deine Erfahrungen, deine Gedanken, deine Hoffnungen, deine Art, mit anderen Menschen umzugehen, und auch die Möglichkeit, jeden Tag ein bisschen mehr aus dir zu machen.
Aber ich möchte diesen Satz nicht so verstehen, wie er manchmal in irgendwelchen Selbstliebe-Sprüchen verwendet wird. „Du bist toll“ bedeutet nicht, dass alles, was du tust, automatisch toll ist. Es bedeutet nicht, dass du niemandem wehtun kannst, ohne dafür Verantwortung übernehmen zu müssen. Es bedeutet auch nicht, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Verhalten immer ein guter Mensch ist. Natürlich gibt es Menschen, die sich egoistisch, gemein, rücksichtslos oder sogar bewusst böse verhalten. Und wenn jemand andere Menschen schlecht behandelt, darf man das auch so benennen.
Gerade deshalb finde ich den Gedanken „Du bist toll“ eigentlich viel interessanter, wenn man ihn nicht als Freifahrtschein versteht, sondern als Aufforderung. Du bist toll, also fang an, danach zu leben. Wenn du selbst weißt, dass in dir etwas Gutes, Wertvolles und Besonderes steckt, dann sollte man das irgendwann auch an deinem Verhalten erkennen können. Dann geht es nicht nur darum, sich selbst auf die Schulter zu klopfen, sondern darum, ein Mensch zu sein, auf den man selbst gerne stolz ist.
Denn Selbstwert und Selbstverantwortung gehören zusammen. Du darfst dich selbst mögen, ohne dich für unfehlbar zu halten. Du darfst wissen, dass du wertvoll bist, und gleichzeitig einsehen, wenn du Mist gebaut hast. Du darfst dir selbst vergeben und trotzdem dafür sorgen, dass du denselben Fehler nicht ständig wiederholst. Und du darfst dir sagen: „Ich bin toll“, während du gleichzeitig erkennst: „Das, was ich gerade getan habe, war nicht toll. Also mache ich es beim nächsten Mal besser.“ Vielleicht ist genau das die ehrlichere Form von Selbstliebe.

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Du bist toll – Tipp 1 – Erkenne deinen Wert, aber verstecke dich nicht hinter ihm
Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du ständig erst etwas leisten musst, bevor du dich selbst gut finden darfst. Du möchtest beruflich weiterkommen, besser aussehen, mehr Geld verdienen, sportlicher werden, eine harmonische Beziehung führen oder endlich dein Leben so im Griff haben, wie du es dir vorgestellt hast. Kaum hast du ein Ziel erreicht, wartet schon das nächste. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, dein Wert müsse jeden Tag neu verdient werden.
Das ist Unsinn, denn du bist nicht erst dann wertvoll, wenn du etwas erreicht hast. Du bist nicht weniger wert, weil du gerade einen schlechten Tag hast, beruflich feststeckst oder noch nicht dort angekommen bist, wo du gerne wärst. Du musst nicht perfekt sein, um dich selbst respektieren zu dürfen. Aber genau hier liegt der Unterschied zwischen Selbstwert und Selbstzufriedenheit. Zu wissen, dass du wertvoll bist, bedeutet nicht, dass du dich mit allem zufriedengeben musst, was du gerade aus deinem Leben machst.
Du kannst von jedem Moment zum anderen entscheiden, dein Leben zu verändern. Vielleicht hast du einen Menschen unfair behandelt, jemanden belogen, obwohl du wusstest, dass es falsch ist. Vielleicht bist du in einer Beziehung fremdgegangen, hast einen Kollegen absichtlich schlecht aussehen lassen oder hast deine schlechte Laune an jemandem ausgelassen, der überhaupt nichts dafür konnte. Dann hilft es nicht, dir einfach zu sagen: „Egal, ich bin toll.“ Das wäre keine Selbstliebe, sondern Selbstbetrug.
Du kannst trotzdem sagen: „Ich bin ein wertvoller Mensch, aber das war nicht in Ordnung.“ Und genau dieser Satz kann viel verändern. Denn wenn du dich selbst nicht sofort als hoffnungslosen Menschen abstempelst, musst du dich auch nicht gegen jede Kritik verteidigen. Du kannst zuhören, dich entschuldigen, einen Fehler zugeben und kannst versuchen, etwas wiedergutzumachen. Du bist toll, also benimm dich auch so.
Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag freundlich, geduldig und perfekt sein musst. Du wirst weiterhin Fehler machen, ungeduldig sein, neidisch werden, dich ärgern und manchmal Dinge sagen, die du später bereust. Das gehört zum Menschsein. Entscheidend ist, was du daraus machst. Ein toller Mensch ist nicht derjenige, der niemals etwas falsch macht. Ein toller Mensch ist auch jemand, der irgendwann den Mut hat zu sagen: „Das war mein Fehler, es tut mir leid. Ich möchte es besser machen.“
Du bist toll – Tipp 2 – Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest
Vielleicht klingt dieser Gedanke altmodisch, aber er ist deswegen nicht weniger richtig. Du kannst noch so selbstbewusst sein, dir selbst täglich sagen, wie großartig du bist, und dir hundert motivierende Sprüche an den Badezimmerspiegel hängen: Wenn du andere Menschen schlecht behandelst, verliert das alles seinen Wert.
Du bist toll und andere Menschen sind es ebenfalls. Das bedeutet nicht, dass du jeden Menschen mögen musst. Du musst nicht jedem vertrauen, du musst nicht jede Meinung akzeptieren und du musst dich auch nicht mit Menschen abgeben, die dir nicht guttun. Aber du kannst einen Menschen ablehnen, ohne ihn zu erniedrigen. Du kannst widersprechen, ohne beleidigend zu werden. Du kannst eine Grenze setzen, ohne absichtlich zu verletzen.

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Gerade im Alltag gibt es unglaublich viele kleine Situationen, in denen wir zeigen können, wer wir wirklich sind. Wie sprichst du mit der Verkäuferin, wenn etwas länger dauert? Wie reagierst du, wenn jemand einen Fehler macht? Wie behandelst du einen Menschen, von dem du nichts brauchst? Wie redest du über jemanden, der gerade nicht dabei ist? Und wie verhältst du dich, wenn du weißt, dass niemand dich dafür loben wird? Daran zeigt sich viel mehr über einen Menschen als an großen Worten.
Vielleicht bist du jemand, der gerne hilft. Dann hilf. Vielleicht bist du geduldig. Dann sei geduldig, wenn jemand deine Geduld wirklich braucht. Vielleicht bist du großzügig. Dann gib etwas ab, ohne ständig darauf zu warten, dass jemand dafür dankbar ist. Vielleicht hast du viel erreicht. Dann nutze deinen Erfolg nicht dazu, andere Menschen kleinzumachen. Und wenn du bemerkst, dass du dich manchmal genau entgegengesetzt verhältst, dann musst du dich dafür nicht für immer verurteilen. Aber du solltest es ernst nehmen und verändern.
Es ist erstaunlich leicht, sich selbst für einen guten Menschen zu halten, solange niemand genauer hinsieht. Schwieriger wird es, wenn du dich fragst, ob deine Mitmenschen das genauso sehen würden. Würden Menschen, die mit dir arbeiten, sagen, dass du fair bist? Würden deine Freunde sagen, dass sie dir vertrauen können? Würde dein Partner sagen, dass er sich bei dir sicher und respektiert fühlt? Diese Fragen können unangenehm sein. Trotzdem sind sie wertvoll. Du bist toll, also fang an, so zu handeln, dass andere Menschen das nicht nur von dir hören, sondern auch erleben.
Du bist toll – Tipp 3 – Hör auf, dich ständig mit anderen zu vergleichen, und fang an, dich selbst ernst zu nehmen
Ein großer Teil unserer Unzufriedenheit entsteht dadurch, dass wir ständig auf andere Menschen schauen. Der eine verdient mehr Geld, die andere sieht besser aus, jemand anderes hat eine schönere Wohnung, eine glücklichere Beziehung, mehr Freunde oder scheinbar viel mehr Erfolg. Du siehst das Leben eines anderen Menschen und vergleichst es mit deinem eigenen, wobei du natürlich alle deine eigenen Unsicherheiten kennst und von der anderen Person meistens nur die Oberfläche siehst. Das kann auf Dauer nur schiefgehen.
Du weißt nicht, wie es einem Menschen wirklich geht, nur weil sein Leben auf Instagram, bei der Arbeit oder im Freundeskreis perfekt aussieht. Vielleicht hat diese Person Sorgen, Ängste oder Probleme, von denen niemand etwas weiß. Und selbst wenn ihr Leben tatsächlich gerade großartig läuft: Das macht dein eigenes Leben nicht automatisch schlechter. Dein Weg muss nicht genauso aussehen wie der Weg eines anderen Menschen.
Vielleicht bist du noch nicht dort, wo du sein möchtest. Das darf so sein. Vielleicht hast du Ziele, die du noch nicht erreicht hast. Dann arbeite daran. Vielleicht gibt es Dinge an dir, die du gerne verändern möchtest. Dann verändere sie. Aber mach dich nicht währenddessen ständig selbst fertig. Es gibt einen großen Unterschied zwischen „Ich möchte besser werden“ und „Ich bin nicht gut genug“. Der erste Satz kann dich antreiben. Der zweite kann dich jahrelang lähmen.
Du bist toll – Tipp 4 – Du darfst stolz auf Dinge sein, die niemand sieht.
Du darfst stolz auf dich sein, auch wenn niemand sieht was du leistest. Vielleicht hast du eine schwierige Zeit überstanden. Vielleicht hast du gelernt, Nein zu sagen. Vielleicht hast du dich aus einer Beziehung gelöst, die dir nicht gutgetan hat. Vielleicht bist du nach einem beruflichen Rückschlag wieder aufgestanden. Vielleicht kümmerst du dich jeden Tag um Menschen, die dich brauchen, obwohl es niemand besonders bemerkt.

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Nicht alles, was wertvoll ist, bekommt eine Urkunde. Manchmal besteht ein großer Erfolg einfach darin, dass du nicht aufgegeben hast. Manchmal ist Mut nicht der große Sprung ins Ungewisse, sondern das Aufstehen am Morgen und der Versuch, weiterzumachen. Manchmal ist persönliche Entwicklung nichts, was man auf Fotos zeigen kann.
Schau deshalb öfter auf deinen eigenen Weg. Frag dich nicht nur, was dir noch fehlt, sondern frag dich auch, was du bereits geschafft hast. Du bist toll und vielleicht wird es Zeit, dass du endlich aufhörst, dich selbst ständig gegen Menschen zu messen, die ein völlig anderes Leben führen.
Du bist toll – Tipp 5 – Übernimm Verantwortung für dein Leben, deine Fehler und deine Entscheidungen
Es ist schön, sich selbst anzunehmen und sich zu sagen, dass man wertvoll ist. Aber irgendwann muss aus diesem Gedanken auch etwas entstehen. Du kannst nicht jeden Fehler mit deiner Vergangenheit erklären. Du kannst nicht für alles deine Eltern, deinen Chef, deinen Ex-Partner, deine Freunde oder die Gesellschaft verantwortlich machen. Natürlich prägen uns die Dinge, die wir erlebt haben. Natürlich tragen manche Menschen schwerere Lasten als andere. Und natürlich gibt es Situationen, für die wir tatsächlich nichts können. Aber irgendwann kommt die Frage: Was mache ich jetzt daraus?
Du bist toll bedeutet nicht: „Ich kann tun, was ich will, und niemand darf etwas dagegen sagen.“ Es bedeutet vielmehr: „Ich weiß, dass ich mehr aus mir machen kann, und deshalb nehme ich mich selbst ernst.“ Wenn du jemanden verletzt hast, entschuldige dich. Wenn du dich falsch verhalten hast, gib es zu. Wenn du immer wieder dieselben Fehler machst, frag dich ehrlich, warum und ändere es. Wenn du mit deinem Leben unzufrieden bist, überlege, was du tatsächlich verändern kannst, anstatt nur darauf zu warten, dass sich irgendetwas von selbst verändert.
Verantwortung zu übernehmen ist nicht besonders glamourös. Es bedeutet manchmal, ein unangenehmes Gespräch zu führen. Es bedeutet, einen Fehler zuzugeben, obwohl dein Stolz lieber eine Ausrede hätte. Es bedeutet, dir selbst einzugestehen, dass du vielleicht nicht immer so nett, fair oder geduldig bist, wie du gerne von dir denken würdest. Aber genau darin liegt etwas sehr Starkes.
Du musst dich nicht selbst zerstören, nur weil du einen Fehler gemacht hast. Schuldgefühle sind nicht automatisch Verantwortung. Wenn du jemanden verletzt hast, hilft es ihm wenig, wenn du dich anschließend monatelang selbst hasst. Viel sinnvoller ist es, die Konsequenzen zu tragen, dich zu entschuldigen und dein Verhalten zu verändern.
Das gilt übrigens auch für deine eigenen Entscheidungen. Du darfst einen neuen Weg einschlagen. Du darfst deine Meinung ändern. Du darfst feststellen, dass ein Ziel, das dir vor fünf Jahren wichtig war, heute nicht mehr zu dir passt. Du musst nicht an einer alten Version deines Lebens festhalten, nur weil du einmal überzeugt davon warst. Du bist toll und gerade deshalb darfst du von dir erwarten, dass du ehrlich mit dir bist.

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Du bist toll – Tipp 6 – Ein Fehler macht dich nicht zu einem schlechten Menschen
Du wirst Fehler machen. Das lässt sich nicht vermeiden, und eigentlich ist das auch nichts Schlimmes. Du wirst Entscheidungen treffen, die du später anders treffen würdest. Du wirst vielleicht Menschen vertrauen, die dieses Vertrauen nicht verdient haben, etwas sagen, dass du später bereust, oder eine Gelegenheit verpassen, bei der du im Nachhinein gerne mutiger gewesen wärst. Das kann wehtun und darf auch wehtun. Du musst nicht so tun, als wäre jede Enttäuschung eine wunderbare Lektion gewesen. Manchmal ist etwas einfach traurig, ungerecht oder schmerzhaft.
Trotzdem darfst du zwischen einem Fehler und deiner Persönlichkeit unterscheiden. Eine gescheiterte Beziehung bedeutet nicht, dass du nicht liebenswert bist. Eine berufliche Absage bedeutet nicht, dass du nichts kannst. Eine falsche Entscheidung bedeutet nicht, dass du ein schlechter Mensch bist. Du kannst zugeben, dass etwas nicht gut gelaufen ist, daraus lernen und es beim nächsten Mal anders machen, ohne dich dafür dauerhaft abzuwerten. Genau darin liegt eine gesunde Form von Selbstachtung. Du bist toll heißt nicht, dass du niemals etwas falsch machst. Es bedeutet, dass du dich nach einem Fehler nicht selbst aufgeben musst.
Du bist toll – Tipp 7 – Du musst nicht jedem beweisen, dass du toll bist
Vielleicht hängt ein Teil deines Selbstwertgefühls stärker von der Meinung anderer Menschen ab, als dir bewusst ist. Du möchtest gemocht werden, ernst genommen werden und das Gefühl haben, dass andere dich für einen guten, erfolgreichen oder interessanten Menschen halten. Dadurch machst du deinen eigenen Wert davon abhängig, ob andere ihn bestätigen. Es wird Menschen geben, die dich nicht verstehen. Menschen, die deine Entscheidungen kritisieren oder bestimmte Seiten an dir nicht mögen. Und manchmal wird Kritik sogar berechtigt sein. Du bist toll bedeutet nicht, dass du jede Rückmeldung ablehnen kannst. Wenn du jemanden unfair behandelt hast oder einen Fehler gemacht hast, solltest du bereit sein, das anzuerkennen.
Aber du musst auch nicht jede negative Meinung über dich zu deiner eigenen Wahrheit machen. Nicht jeder Mensch kennt deine Geschichte, deine Beweggründe oder deine Situation gut genug, um deinen Wert beurteilen zu können. Du darfst zuhören, dich hinterfragen und deine Meinung ändern. Aber du musst dich nicht ständig so verändern, dass du für möglichst viele Menschen angenehm bist.
Du bist toll bedeutet auch, dass du deinen Wert nicht permanent beweisen musst. Du darfst eine Entscheidung treffen, die andere nicht verstehen. Du darfst Grenzen setzen, obwohl jemand enttäuscht davon ist. Du darfst einen eigenen Weg wählen, auch wenn andere lieber hätten, dass du einen anderen gehst. Nicht jeder Mensch muss dich mögen oder verstehen. Entscheidend ist, ob du selbst weißt, wer du sein möchtest und ob dein Verhalten diesem Menschen entspricht. Und vielleicht ist genau das ein wichtiger Teil von Selbstwert: Nicht mehr jeden Menschen davon überzeugen zu müssen, dass du genug bist.
Du bist toll – Tipp 8 – Fang an, danach zu leben
Vielleicht ist das am Ende der wichtigste Punkt: Sag nicht nur „Ich bin toll“, sondern lebe danach. Wenn du weißt, dass du ein wertvoller Mensch bist, dann hör auf, dich selbst ständig kleinzumachen. Wenn du dir selbst etwas Gutes tun möchtest, dann nimm deine Bedürfnisse ernst. Schlaf genug, wenn du müde bist. Sag Nein, wenn du Nein meinst. Geh aus Beziehungen, die dich kaputtmachen. Such dir Hilfe, wenn du sie brauchst. Hör auf, ständig eine Version von dir zu spielen, die anderen besser gefällt.

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Sei zuverlässig, wenn du es versprochen hast. Entschuldige dich, wenn du Mist gebaut hast. Sag die Wahrheit, auch wenn sie unangenehm ist. Hilf, wenn du helfen kannst. Freu dich für andere, ohne sofort darüber nachzudenken, was dir selbst fehlt. Sei großzügig, ohne dich ausnutzen zu lassen. Setze Grenzen, ohne absichtlich verletzend zu werden.
Du musst dafür kein perfekter Mensch werden. Das wäre ohnehin unmöglich. Es wird weiterhin Tage geben, an denen du dich selbst nicht besonders toll findest. Du wirst Fehler machen. Du wirst neidisch sein, dich ärgern, überreagieren und manchmal nicht so handeln, wie du es dir eigentlich vorgenommen hast. Entscheidend ist nicht, dass du niemals danebenliegst. Entscheidend ist, dass du nicht irgendwann beschließt, dass dir dein eigenes Verhalten egal sein kann.
Du bist toll aber das ist keine Ausrede, sondern ein Anspruch. Ein Anspruch an dich selbst, aus deinen Möglichkeiten etwas zu machen. Ein Anspruch daran, andere Menschen respektvoll zu behandeln. Ein Anspruch daran, nicht bei jeder Schwierigkeit aufzugeben. Ein Anspruch daran, deine Fehler ernst zu nehmen, ohne dich selbst für immer darauf festzulegen. Und vielleicht auch ein Anspruch daran, nicht ständig darauf zu warten, dass jemand anderes dir bestätigt, dass du etwas Besonderes bist.
Denn vielleicht bist du tatsächlich toll und hast es einfach zu lange vergessen. Vielleicht hast du deine guten Eigenschaften für selbstverständlich gehalten. Vielleicht hast du dich so sehr auf das konzentriert, was noch nicht funktioniert, dass du gar nicht mehr siehst, wie viel du bereits geschafft hast. Vielleicht hast du dich daran gewöhnt, dich selbst nur dann zu loben, wenn du etwas erreicht hast.
Dann fang heute damit an, anders auf dich zu schauen. Nicht mit dieser künstlichen Vorstellung, dass alles an dir wunderbar ist und du niemals etwas falsch machst. Sondern ehrlich. Schau auf deine Stärken und deine Schwächen. Schau auf die Dinge, auf die du stolz bist, und auf die Dinge, bei denen du weißt, dass du besser werden musst. Beides gehört zu dir. Und dann frag dich, was du mit diesem Wissen anfangen möchtest.
Wenn du ein guter Freund sein möchtest, dann sei ein guter Freund. Wenn du ein liebevoller Partner sein möchtest, dann zeig es nicht nur durch Worte. Wenn du ein fairer Kollege sein möchtest, dann verhalte dich auch dann fair, wenn niemand zusieht. Wenn du ein Mensch sein möchtest, auf den du selbst stolz sein kannst, dann triff Entscheidungen, die diesem Menschen entsprechen. Du bist toll aber vielleicht ist es an der Zeit, dass dieser Satz nicht mehr nur etwas ist, das dir jemand anderes sagt. Vielleicht sollte er etwas sein, das du selbst durch dein Leben beweist.
Du musst dafür nicht außergewöhnlich werden. Du musst nicht die Welt retten, Millionär werden oder jeden Tag voller Energie und Selbstvertrauen sein. Es reicht, wenn du anfängst, deine eigenen Möglichkeiten ernst zu nehmen. Sei freundlich, wenn du freundlich sein kannst. Sei mutig, wenn Mut gefragt ist. Steh wieder auf, wenn du hingefallen bist. Entschuldige dich, wenn du jemanden verletzt hast. Setze Grenzen, wenn andere dich schlecht behandeln. Freu dich über das, was du hast, ohne aufzuhören, nach vorne zu schauen.

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Und wenn du einen schlechten Tag hast, dann vergiss nicht, dass ein schlechter Tag nicht dein ganzes Leben beschreibt. Du bist toll, nicht weil du alles richtig machst. Nicht weil du besser bist als andere. Nicht weil dir niemals etwas Schlechtes passiert oder weil du niemals selbst etwas Schlechtes tust. Du bist toll, weil in dir die Möglichkeit steckt, immer wieder zu entscheiden, welcher Mensch du sein möchtest. Also fang an, danach zu leben.
Nicht morgen und auch nicht erst, wenn du erfolgreicher, schlanker, selbstbewusster oder glücklicher bist. Fang mit dem Menschen an, der du heute bist. Und wenn du heute feststellst, dass du an manchen Stellen noch nicht so toll bist, wie du gerne wärst, dann ist das kein Grund, den Gedanken wegzuwerfen. Es ist ein Grund, etwas zu verändern. Du bist toll und jetzt zeig es der Welt.
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Gerne unterstütze ich dich dabei, dein Leben so zu gestalten, wie es wirklich zu dir passt. Im Self Coaching schauen wir gemeinsam darauf, was dich gerade zurückhält, welche Veränderungen du dir wünschst und was du konkret tun kannst, um diese auch umzusetzen. Du bist toll und ich helfe dir gerne dabei, das auch in deinem Leben zu spüren und danach zu leben.
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